Für diese Jungs ist das Betreten eines deutschen Fußballplatzes bereits ein Sieg, der weit über die Tabellenplätze hinausgeht. Jeder Spieler des FC KARS trägt eine schwere persönliche Geschichte mit sich. Sie alle waren gezwungen, die Ukraine aufgrund des Beginns der umfassenden russischen Aggression zu verlassen. Viele wurden 2022 direkt unter Beschuss evakuiert, andere hatten sich zuvor wochenlang in kalten Kellern versteckt. Bei ihrer Flucht ließen sie ihre Schulen, ihre vertrauten Straßen, enge Freunde und ihre Väter zurück.

In einem neuen Land angekommen, brauchten die Jugendlichen dringend psychologische Unterstützung, sozialen Halt und eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten. Genau so entstand die Idee, eine Fußballabteilung innerhalb des KARS-Clubs zu gründen. Fußball wurde für sie zu mehr als nur einem Spiel – es wurde zu einem sicheren Raum, in dem sie ihre Muttersprache hören, die Unterstützung ihrer Kameraden spüren und wieder festen Boden unter den Füßen finden konnten.

Heute ist der FC KARS ein vereintes, eng verbundenes Team. Der erfolgreiche Auftritt beim Debütturnier hat bewiesen, dass Integration durch Sport effektiv funktioniert: Die ukrainischen Jungs treten auf dem Platz absolut auf Augenhöhe mit deutschen Mannschaften an und beweisen Charakter, Disziplin und Siegeswillen.

Der Verein betont, dass dieses Turnier nur der Anfang eines langen Weges ist. Vor dem FC KARS liegen neue Spiele und die vollständige Integration in die europäische Sportgesellschaft, in der dank des Fußballs jeder dieser Jungs genau weiß: Er ist nicht mehr allein.




