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Drogentote unter 30: Zahl 2025 drastisch gestiegen

Die Zahl der Drogentoten unter 30 Jahren ist 2025 in Deutschland deutlich gestiegen. Wie der Spiegel berichtet, starben 528 junge Menschen – fast jeder vierte Drogentote war jünger als 30.

Drogentote unter 30: Zahl 2025 drastisch gestiegen
Bild: cdn.prod.www.spiegel.de

Die Zahl der Drogentoten unter 30 Jahren ist 2025 in Deutschland deutlich gestiegen. Wie der Spiegel berichtet, starben 528 junge Menschen – fast jeder vierte Drogentote war jünger als 30.

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat die Zahlen erhoben, Hendrik Streeck (CDU) stellte sie am Dienstag in Berlin vor. Insgesamt starben 2025 in Deutschland 2150 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums – das Niveau bleibt damit auf Rekordhöhe. Besonders alarmierend ist der Anstieg bei den Jüngsten: Bei den unter 20-Jährigen hat sich die Zahl der Todesfälle nahezu verdoppelt, auf 106.

Junge Konsumenten beziehen ihre Drogen häufig aus dem Internet und konsumieren allein oder in kleinen Gruppen zu Hause – anders als die ältere Szene auf offenen Straßenplätzen. Todesursächlich sind oft psychoaktive Arzneimittel wie Benzodiazepine oder opioidhaltige Schmerzmittel, aber auch Fälschungen. Streeck warnte vor Tabletten, die wie bekannte Medikamente aussehen, aber mit hochpotenten synthetischen Opioiden gestreckt sind: „Schon kleinste Mengen können tödlich sein.“

Der Drogenmarkt wird unübersichtlicher: Die Zahl der Toten durch das synthetische Opioid Fentanyl stieg um ein Fünftel auf 118. Auch Todesfälle nach Kokain- oder Crack-Konsum haben sich seit 2021 mehr als verdoppelt. Mehr als vier von fünf Drogentoten starben nach dem gleichzeitigen Konsum mehrerer Substanzen. Streeck fordert schnellere Hilfe für Jugendliche – mehr Entzugs- und Therapieplätze sowie Angebote, bevor aus Risiko ein Todesfall wird. Auch Verbände wie die Gesellschaft für Suchtmedizin und der Wohlfahrtsverband verlangen einen Ausbau von Frühwarnsystemen, Drugchecking und Drogenkonsumräumen.

Quelle: www.spiegel.de