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Handgemenge bei Stauffenberg-Gedenken: Bonhoeffer-Großneffe attackiert AfD-Kranz

Bei der zentralen Gedenkveranstaltung zum 20. Juli 1944 in Berlin ist es zu einem Eklat gekommen. Wie ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur schilderte, versuchte Tobias Korenke, ein Großneffe des NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer, einen Kranz der AfD-Bundestagsfraktion von der Gedenkstätte im Bendlerblock zu entfernen.

Handgemenge bei Stauffenberg-Gedenken: Bonhoeffer-Großneffe attackiert AfD-Kranz
Bild: zdfheute.de

Bei der zentralen Gedenkveranstaltung zum 20. Juli 1944 in Berlin ist es zu einem Eklat gekommen. Wie ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur schilderte, versuchte Tobias Korenke, ein Großneffe des NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer, einen Kranz der AfD-Bundestagsfraktion von der Gedenkstätte im Bendlerblock zu entfernen.

Der Vorfall ereignete sich an der Gedenkstätte im Berliner Bendlerblock, wo jedes Jahr an das gescheiterte Attentat vom 20. Juli 1944 erinnert wird. Korenke packte das Gebinde der AfD-Fraktion und beschädigte es, woraufhin Sicherheitskräfte einschritten und die Situation trennten.

Korenke begründete seine Aktion gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mit Empörung: „Viele Nachkommen und dazu gehöre auch ich, empfinden eine wirklich große Wut, wenn wir sehen, dass die AfD hier Kränze ablegt.“ Ein Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion bestätigte, dass die Fraktion den Kranz bereitgestellt hatte. Ob Abgeordnete vor Ort waren, ließ er offen. Götz Frömming, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Geschichte der Fraktion, verwies darauf, dass die AfD als im Bundestag vertretene Partei zu den offiziellen Gedenkfeiern eingeladen werde.

Die Hauptrede hielt Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU). Sie sprach als Nachfahrin von Opfern der Shoah und rief zu bürgerlicher Verantwortung auf. „Die Geschichte des Widerstands zeigt uns: Menschen werden nicht als Helden geboren, sie lernen Verantwortung zu übernehmen, lange bevor Freiheit und Menschenwürde auf dem Spiel steht“, sagte die CDU-Politikerin. Am Nachmittag war zudem ein feierliches Gelöbnis von 240 Rekrutinnen und Rekruten der Bundeswehr im Bendlerblock geplant.

Quelle: www.zdfheute.de