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Ökonom Stelter: Umverteilung schadet der Wirtschaft

Die Bundesregierung setze bei ihren Sozialreformen einseitig auf Umverteilung, kritisiert der Ökonom Daniel Stelter. Diese Politik beruhe auf falschen Prämissen und schädige die Leistungskraft der Wirtschaft, argumentiert er in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt.

Ökonom Stelter: Umverteilung schadet der Wirtschaft
Bild: images.handelsblatt.com

Die Bundesregierung setze bei ihren Sozialreformen einseitig auf Umverteilung, kritisiert der Ökonom Daniel Stelter. Diese Politik beruhe auf falschen Prämissen und schädige die Leistungskraft der Wirtschaft, argumentiert er in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt.

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat angekündigt, Vermögen- und Erbschaftsteuer noch in diesem Jahr zum „Schlüsselthema“ seiner Partei zu machen. Die Erhöhung der „Reichensteuer“ genügt den Genossen nicht. Noch mehr Umverteilung soll es sein. Nur so ließe sich in Deutschland „Gerechtigkeit“ herstellen, so die Behauptung.

In der Sozialpolitik wird „gerecht“ gerne mit „gleich“ verwechselt. Die Politiker berufen sich dabei gerne auf Forschungen, die einen Zusammenhang zwischen Gleichheit und Zufriedenheit der Bevölkerung herstellen wollen. So behaupteten die britischen Sozialepidemiologen Richard Wilkinson und Kate Pickett 2009 in ihrem Buch „The Spirit Level“, gleichere Gesellschaften seien „in jeder Hinsicht bessere Gesellschaften“.

Der französische Ökonom Thomas Piketty leitete daraus 2013 in seinem umstrittenen Werk „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ die Empfehlung konfiskatorischer Einkommens- und Vermögensteuern ab. 2024 erklärte eine Autorengruppe der Weltgesundheitsorganisation WHO „ökonomische Strukturen“ zur „Ursache der Ursachen“ psychischer Krankheit. Nur radikale Umverteilung (gerne auch mit der Einschränkung wirtschaftlicher Freiheit) könne also Gesellschaften gesünder und glücklicher machen.

Quelle: www.handelsblatt.com