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Kommentar zum CSD-Anschlag: Mehr Sicherheit ist möglich

Ein polizeibekannter islamistischer Gefährder hat in Berlin einen Mordanschlag auf den Christopher Street Day verübt. Wie die Süddeutsche Zeitung kommentiert, wirft dies grundlegende Fragen zur Terrorbekämpfung auf.

Kommentar zum CSD-Anschlag: Mehr Sicherheit ist möglich
Bild: sueddeutsche.de

Ein polizeibekannter islamistischer Gefährder hat in Berlin einen Mordanschlag auf den Christopher Street Day verübt. Wie die Süddeutsche Zeitung kommentiert, wirft dies grundlegende Fragen zur Terrorbekämpfung auf.

Ein polizeibekannter islamistischer Gefährder hat in Berlin einen Mordanschlag auf den Christopher Street Day (CSD) verübt. Eine Frau wurde getötet, 29 Menschen wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter Abdul B. war den Behörden bekannt – anders als bei früheren islamistischen Anschlägen in Deutschland, wo die Täter meist nicht als Gefährder registriert waren.

Der Fall zeige, dass selbst ein polizeibekannter Gefährder einen Anschlag begehen konnte – das werfe bohrende Fragen auf.

Bisher hieß es nach islamistischen Anschlägen oft, der Täter sei den Behörden vorher nicht als potenzieller Terrorist aufgefallen. Diesmal ist es anders: Abdul B. war als Gefährder eingestuft. Dennoch konnte er am Samstag beim Berliner CSD zuschlagen.

: Die Sicherheitsbehörden müssten ihre Arbeit verbessern, um solche Taten zu verhindern. Es reiche nicht, Gefährder zu kennen – man müsse sie auch wirksam überwachen und gegebenenfalls in Gewahrsam nehmen können.

Der Anschlag zeigt, dass die Sicherheitsarchitektur Lücken hat. Die Politik ist gefordert, diese zu schließen. Mehr Sicherheit ist möglich – das ist die Lehre aus diesem Terrorakt.

Quelle: www.sueddeutsche.de