So., 16 Aug. 2026 Kyjiw 12:16Berlin 11:16London 10:16 UKR / DE / EN

Rave the Planet: Technoparade in Berlin unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen

Hunderttausende haben am Samstag bei der Berliner Technoparade „Rave the Planet“ im Tiergarten gefeiert. Die Veranstaltung stand unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen, nachdem vor drei Wochen ein Anschlag auf den CSD verübt worden war.

Rave the Planet: Technoparade in Berlin unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen
Bild: Tagesschau

Hunderttausende haben am Samstag bei der Berliner Technoparade „Rave the Planet“ im Tiergarten gefeiert. Die Veranstaltung stand unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen, nachdem vor drei Wochen ein Anschlag auf den CSD verübt worden war.

Zum Auftakt der Parade erinnerten Tausende Teilnehmer mit einer Schweigeminute an die Opfer des mutmaßlich islamistischen Terroranschlags am Rande des Christopher Street Days (CSD) vor drei Wochen. Der Mitbegründer der Organisation „Rave The Planet“, Dr. Motte, rief die Teilnehmer bei einer Auftaktkundgebung auf, an Liebe zu denken. Eine Vertreterin des CSD-Vereins sagte: „Lasst uns mutig sein. Lasst uns Haltung zeigen. Jetzt erst recht.“

Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmenden am Abend auf mehrere Zehntausend, während der Geschäftsführer von „Rave the Planet“, Timm Zeiss, dem rbb zufolge von deutlich mehr als 200.000 ausging. Die Polizei bilanzierte nach den ersten Stunden einen „störungsfreien Verlauf“ und fast 40 vorübergehende Festnahmen. Die Feuerwehr meldete bis zum späteren Abend nur 14 Krankentransporte, was für eine Großveranstaltung bei heißen Temperaturen sehr wenig sei.

Die Parade zog unter dem Motto „Imagine Love“ zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule über die Straße des 17. Juni – unweit des Anschlagsorts, wo am 25. Juli eine Frau getötet und mindestens 31 Menschen verletzt wurden. Rund 1.500 Polizistinnen und Polizisten begleiteten das Spektakel, unterstützt von Kräften aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Es gab ein „umfangreiches Sperrkonzept“ mit abgestuften Schutzzonen und schweren mobilen Pollern an kritischen Punkten.

Parallel fand die „Fuckparade“ mit rund 3.000 Teilnehmern statt, die sich gegen Kommerzialisierung und Verdrängung von Subkulturen richtete. Veranstalter Martin Kliehm sagte der rbb24 Abendschau, es sei wichtig, für Subkultur und Freiräume in Berlin auf die Straße zu gehen, gegen Gentrifizierung und Clubsterben.

Quelle: Tagesschau