Der polnische Landwirtschaftsminister Stefan Krajewski hat klargestellt, dass Warschau sein einseitiges Verbot für ukrainische Getreideimporte nicht aufheben wird. Die Entscheidung fällt trotz anhaltenden Drucks der Europäischen Kommission.
Krajewski betonte, das Getreide müsse in Drittländer außerhalb Europas gelenkt werden, anstatt auf dem europäischen Markt zu bleiben. Zudem äußerte er Skepsis gegenüber einer Erhöhung der Transitmengen durch Polen, solange die Hafenkapazitäten nicht ausgebaut seien.
Politische Debatte vor den Wahlen 2027
Das Thema ukrainischer Agrarimporte ist zu einem zentralen Punkt der politischen Debatte in Polen geworden, insbesondere im Vorfeld der Parlamentswahlen 2027. Die oppositionelle Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) kritisiert die Regierung von Donald Tusk scharf.
Die PiS wirft der Regierung vor, mit dem EU-Ukraine-Handelsabkommen von 2025 Zugeständnisse gemacht zu haben, die polnische Landwirte benachteiligen. Das Abkommen sieht Importquoten für ukrainische Produkte vor, die Polen nach EU-Recht akzeptieren müsste.
Quelle: www.kyivpost.com



