Nach SPIEGEL-Informationen haben sich die Ermittlungen so weit verdichtet, dass die Bundesregierung den Anschlagsversuch vom August einem russischen Geheimdienst zuordnen will. Die Details sollen noch am Dienstag öffentlich verkündet werden. Damit beschuldigt Berlin Russland erstmals direkt für eine Attacke auf deutschem Boden.
Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) wollen am späten Nachmittag über die Erkenntnisse und die ersten Konsequenzen informieren. Wadephul kehrt dafür von einer Algerien-Reise zurück und reist nicht zum EU-Außenministertreffen in Irland. Bundeskanzler Friedrich Merz will sich zunächst nicht äußern.
Die mit Sprengstoff präparierte Drohne war in der Nacht zum 5. August im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle entdeckt worden. Sie prallte offenbar gegen ein ukrainisches Frachtflugzeug, der Zünder versagte. Der Flughafen gilt als Logistikdrehkreuz für die Bundeswehr und die Nato.
Quelle: www.spiegel.de



