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Sportausschuss fordert Augenhöhe bei Münchner Olympia-Bewerbung

Der Sportausschuss des Bundestages hat sich am Mittwoch mit dem weiteren Fahrplan der deutschen Olympia-Bewerbung befasst. Wie der Bundestag mitteilt, verständigten sich DOSB, Behindertensportverband, Stadt München und Sport-Staatsminister Ronald Raue auf eine enge Abstimmung zwischen Sport, Politik und Gesellschaft.

Sportausschuss fordert Augenhöhe bei Münchner Olympia-Bewerbung
Bild: Deutscher Bundestag

Der Sportausschuss des Bundestages hat sich am Mittwoch mit dem weiteren Fahrplan der deutschen Olympia-Bewerbung befasst. Wie der Bundestag mitteilt, verständigten sich DOSB, Behindertensportverband, Stadt München und Sport-Staatsminister Ronald Raue auf eine enge Abstimmung zwischen Sport, Politik und Gesellschaft.

Die Sitzung fand nur wenige Tage nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Baden-Baden statt. Dort hatten die Delegierten entschieden, München als deutschen Bewerber für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 gegenüber dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) zu benennen.

DOSB-Vorstandsvorsitzender Otto Fricke erläuterte im Ausschuss den weiteren Zeitplan. Im sogenannten „Strategic Dialogue“ wolle das IOC nach Prüfung und Evaluation durch die Future Host Commission im Frühjahr 2027 eine Handvoll aussichtsreicher Bewerber einladen, um ihre Konzepte weiter zu optimieren. Für 2028 sei der „Targeted Dialogue“ mit einem oder mehreren Bewerbern vorgesehen, ehe die IOC-Session 2029 über den Ausrichter der Spiele 2036 entscheide. Fricke betonte, es sei wichtig, „dass Sport und Politik, unter Wahrung der Autonomie, auf Augenhöhe agieren“.

Der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), Idriss Gonschinska, verlangte, die paralympische Perspektive „von Anfang an“ verbindlich in alle Planungen einzubeziehen. Barrierefreiheit, Mobilität und Teilhabe dürften nicht erst am Ende ergänzend ergänzt werden. Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause sagte, die Stadt arbeite bereits an der Struktur für die Bewerbung und beginne mit der Planung der Infrastruktur. „Wir können nicht bis 2029 warten, sondern müssen jetzt beginnen, ein Olympisches Dorf zu planen sowie die Sportstätten und die ÖPNV-Struktur anzugehen“, so Krause.

Sport-Staatsminister Raue bezeichnete die Entscheidung für München als ersten Meilenstein. „Als ehemaliger Athlet kann ich sagen: Jetzt geht die Arbeit erst richtig los“, sagte der zweifache Kanu-Olympiasieger. Für die Bundesregierung und den Kanzler sicherte er zu: „Wir stehen fest hinter dem DOSB und der Münchner Bewerbung.“ Zugleich forderte er die Ausschussmitglieder auf, die Bewerbung im Parlament, in den Wahlkreisen sowie national und international als Botschafter zu unterstützen.

Quelle: Deutscher Bundestag