Der Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland 2026 liegt als Unterrichtung (21/8400) der Bundesregierung vor. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser (SPD) legt in diesem Jahr den Schwerpunkt auf die „Aufstiegsversprechen“.
Zentraler Teil des Berichts ist eine Umfrage unter bundesweit rund 2.700 Menschen für den sogenannten Deutschland-Monitor. Nach den Ergebnissen sagten 95 Prozent der Menschen in Ost und West, Leistung und Fleiß sollten für gesellschaftlichen Aufstieg zählen, 91 Prozent nannten Bildung und Ausbildung. In der Wirklichkeit gälten nach Einschätzung der meisten Befragten andere Maßstäbe: 80 Prozent gaben an, vorhandenes Vermögen sei für den Aufstieg entscheidend, genauso viele nannten Beziehungen als ausschlaggebend, 72 Prozent die soziale Herkunft.
Nach Angaben des Berichts lag das durchschnittliche Netto-Gesamtvermögen je Haushalt in Ostdeutschland bei 125.500 Euro, in Westdeutschland bei 257.100 Euro. Der jährlich zum Tag der Deutschen Einheit erscheinende Bericht kommt zu dem Schluss, dass es auch nach 36 Jahren Deutscher Einheit „noch immer Herausforderungen und Ungleichheiten gibt“, aber auch „Chancen und neue Perspektiven“. Die Deutsche Einheit bleibe daher eine fortwährende Aufgabe – für die Bundesregierung, aber auch für die Gesellschaft insgesamt, heißt es in dem Bericht.
Quelle: Deutscher Bundestag



