Sa., 06 Juni 2026 Berlin 23:02 DE / UKR / EN

Gewinnrückgang: BMW startet mit 23 Prozent weniger Gewinn ins Jahr

Wie BILD berichtet, ist der Gewinn des Autobauers BMW im ersten Quartal um rund 23 Prozent gesunken; Ursachen werden in neuen Zöllen, rückläufigen Erlösen und schwächeren Verkäufen gesehen.

Gewinnrückgang: BMW startet mit 23 Prozent weniger Gewinn ins Jahr
Bild: fnp.de

Wie BILD berichtet, hat der Automobilkonzern BMW sein Geschäftsjahr mit einem deutlich geringeren Quartalsergebnis begonnen. Demnach belief sich der Gewinn im ersten Quartal auf 1,67 Milliarden Euro und lag damit rund 23 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert.

Nach Angaben der Meldung gingen die Erlöse um 8,1 Prozent auf 31 Milliarden Euro zurück. Zugleich verringerte sich die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge weltweit auf 565.780 Einheiten, was einem Rückgang von 3,5 Prozent entspricht. Besonders kritisch wird die Entwicklung in China beschrieben: Dort läuft das Geschäft schwächer, während die Nachfrage in Europa stabil bleibt und sich in den ersten drei Monaten des Jahres deutlich erhöhte.

Als belastende Faktoren werden neue Zölle, vor allem aus den USA, genannt. Diese hätten das Ergebnis und die Margen spürbar beeinträchtigt; im Vorjahr seien sie noch nicht in nennenswertem Umfang angefallen. Experten führten außerdem steigende Kosten und geopolitischen Druck als Gründe für die schwächere Ergebnisentwicklung an. Beatrix Keim vom Center Automotive Research wird in dem Bericht mit der Einschätzung zitiert, ein Handelskonflikt zwischen den USA und China würde BMW besonders treffen. Zugleich werde das operative Geschäft in vielen Märkten stabiler geführt, als der Gewinneinbruch vermuten lasse.

Vor diesem Hintergrund betonte Walter Mertl nach Angaben der Quelle, dass das Unternehmen die Kosten stärker beobachten werde. Konkrete groß angelegte Sparprogramme seien dem Bericht zufolge nicht geplant; innerhalb des Konzerns werde jedoch an verschiedenen Stellschrauben gearbeitet.

Im Branchenvergleich bleibt BMW laut der Meldung relativ solide: So lagen die Gewinne von Wettbewerbern im Berichtszeitraum niedriger, mit 1,43 Milliarden Euro bei Mercedes und 1,56 Milliarden Euro bei Volkswagen. Beim Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck wurde ein deutlich stärkerer Gewinneinbruch angegeben.

Der Bericht erinnert außerdem daran, dass der bisherige Oliver Zipse das Mitte Mai abgibt; sein Nachfolger wird demnach der Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic. Der Wechsel erfolgt vor dem Hintergrund des weiterhin herausfordernden Umfelds mit Schwächen im China-Geschäft, geopolitischen Spannungen und neuen Handelsbarrieren.

Quelle: BILD