Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat in der Raffinerie PCK in Schwedt betont, dass die Kerosinversorgung in Deutschland trotz der Rohölknappheit stabil bleibt. Die Ministerin erklärte, dass die hohen Preise zwar eine Belastung für Urlauber darstellen, jedoch keine akute Kerosin-Knappheit bevorstehe. „Der Markt zeigt zurzeit durch hohe Preise ein Verhalten, was für den individuellen Urlaubsreisenden eine Belastung werden kann“, so Reiche.
Die PCK-Raffinerie, die Kerosin produziert, hat ihre Produktion aufgrund fehlender Lieferungen aus Kasachstan leicht gedrosselt. Russland hat die Durchleitung von Öl aus Kasachstan gestoppt, was die Situation in Schwedt angespannt hat. Reiche betonte jedoch, dass der Wegfall von kasachischem Öl nicht bedeutet, dass die Produktion eingestellt wird, da dieser Anteil nur etwa ein Fünftel der Lieferungen ausmacht.
Nina Scheer, energiepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, äußerte sich besorgt über die mögliche Kerosinverknappung. Sie betonte die Notwendigkeit, den Menschen klarzumachen, dass es zu Engpässen kommen kann, abhängig vom weiteren Verlauf des Krieges im Persischen Golf. „Es ist wichtig, den Menschen die Klarheit darzulegen, dass es auch tatsächlich zu einer Verknappung kommen kann“, sagte Scheer.
Die steigenden Preise für Diesel, Benzin und Kerosin sind eine direkte Folge des Iran-Kriegs. Die PCK Schwedt ist eine von acht Raffinerien in Deutschland, die Kerosin herstellen, und alle sind auf Rohöl angewiesen, dessen Preise weiter steigen.



