Die Verhandlungen im Tarifstreit des kommunalen Nahverkehrs in Niedersachsen sind erneut ohne Ergebnis geblieben. Wie Ndr berichtet, fand am Montag die vierte Verhandlungsrunde statt, in der keine Einigung erzielt werden konnte. Die Gewerkschaft ver.di kündigte an, den Druck vor der nächsten Verhandlungsrunde am 1. Juni deutlich zu erhöhen und prüft entsprechende Reaktionen.
Ver.di fordert unter anderem Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit sowie zusätzliche Urlaubstage. Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) wird von der Gewerkschaft eine Blockadehaltung vorgeworfen. Michael Bosse-Arbogast, Hauptgeschäftsführer des KAV Niedersachsen, erklärte, dass in den zehn Unternehmen, die den Tarifvertrag TV-N anwenden, die finanziellen Mittel für eine Arbeitszeitverkürzung nicht vorhanden seien.
Bereits im April hatte die Gewerkschaft für zwei Tage zu Warnstreiks in mehreren Städten aufgerufen, was zu erheblichen Einschränkungen im Bus- und Stadtbahnverkehr in Hannover, Braunschweig, Osnabrück und Göttingen führte. Auch die Hannover Messe war von den Streiks betroffen. Ver.di zeigte sich mit den bisherigen Aktionen zufrieden und plant weitere Schritte.
Am Mittwoch beginnt die dritte Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder, die möglicherweise neue Impulse in den festgefahrenen Verhandlungen bringen könnte.



