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Thüringen: Landrat schickt Vollzugsmitarbeiter zu Bürgergeld-Empfängern

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, setzt der Landrat von Nordhausen, Matthias Jendricke (SPD), auf mehr Druck bei Bürgergeld-Empfängern. Vollzugsmitarbeiter klingeln bei Arbeitslosen, um sie zur Arbeit zu bewegen.

Thüringen: Landrat schickt Vollzugsmitarbeiter zu Bürgergeld-Empfängern
Bild: sueddeutsche.de

Der Landrat des Kreises Nordhausen in Thüringen, Matthias Jendricke, hat ein umstrittenes Modell umgesetzt: Er schickt Vollzugsmitarbeiter zu Bürgergeld-Empfängern, um sie persönlich zur Aufnahme einer Arbeit zu drängen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, zieht Jendricke nach der ersten Runde eine positive Bilanz.

Die Aktion folgt auf eine bundesweit aufgeheizte Debatte über das Bürgergeld. Kritiker fordern härtere Sanktionen und mehr Druck auf Arbeitslose, während Befürworter des bestehenden Systems auf Qualifizierung und Vermittlung setzen. Jendricke gehört zu den Befürwortern einer strengeren Gangart.

Der Landrat betonte, dass die persönlichen Gespräche vor Ort oft effektiver seien als schriftliche Aufforderungen. Die Vollzugsmitarbeiter würden nicht nur Druck ausüben, sondern auch konkrete Hilfe anbieten, etwa bei der Vermittlung in Jobs oder bei der Klärung von Hindernissen. Details zu den Ergebnissen der ersten Runde nannte Jendricke nicht.