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Abschiebungen in Deutschland sinken im ersten Halbjahr 2026

In den ersten sechs Monaten 2026 sind laut Bundesinnenministerium 9663 Menschen aus Deutschland abgeschoben worden – rund 2100 weniger als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer Antwort auf eine AfD-Anfrage hervor, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

Abschiebungen in Deutschland sinken im ersten Halbjahr 2026
Bild: cdn.prod.www.spiegel.de

In den ersten sechs Monaten 2026 sind laut Bundesinnenministerium 9663 Menschen aus Deutschland abgeschoben worden – rund 2100 weniger als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer Antwort auf eine AfD-Anfrage hervor, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

Die Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Leif-Erik Holm zeigt: Von Januar bis Juni 2026 wurden 9663 Menschen abgeschoben. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025, als es mehr als 11.800 waren, ist das ein Rückgang. Zugleich liegt die aktuelle Zahl über dem Wert des ersten Halbjahres 2024, als knapp 9500 Menschen das Land verlassen mussten.

Holm, der bei der Landtagswahl im September in Mecklenburg-Vorpommern für das Amt des Ministerpräsidenten kandidiert, nannte die Migrationspolitik ein „Desaster“. Die versprochenen Abschiebeoffensiven seien „reine Rohrkrepierer“, so Holm. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte dagegen diese Woche erklärt, die Migrationswende werde „mit Kontrolle, Kurs und klarer Kante“ vorangetrieben.

Zusätzlich zu den Abschiebungen sind im ersten Halbjahr 9276 Menschen freiwillig ausgereist und dabei über das Bund-Länder-Programm REAG/GARP unterstützt worden. Deutschland hatte zuletzt erneut Menschen nach Afghanistan abgeschoben; Kritiker bemängeln die Zusammenarbeit mit den dort herrschenden Taliban.

Quelle: www.spiegel.de