Humor kennt keine Grenzen, aber wenn eine Partei wie die AfD Satire als Folie für eine Parteiveranstaltung nutzt, bekommt das eine ernste Bedeutung. Wie die FAZ in einem Kommentar berichtet, offenbaren eingebettete Gewaltphantasien gegenüber Merkel und Merz sowie das Mitsingen der DDR-Hymne die Haltung der AfD zu Unrechtsregimen und zum heutigen Deutschland.
Der Kommentar stellt klar, dass Witze grundsätzlich über alles gemacht werden können, auch über die dunkelsten Seiten der Vergangenheit. Satire bewege sich nicht im rechtsfreien Raum, und die Verantwortung für die Aussage bleibe bestehen. Wenn eine Partei solche Mittel einsetze, werde aus Humor eine parteiamtliche Botschaft.
Ein Symptom für die Haltung der AfD
Der FAZ-Autor sieht in den Vorfällen weniger einen Fall für den Staatsanwalt als ein weiteres Symptom dafür, wie die AfD und ihre Anhänger die DDR, den NS-Staat und das vereinte Deutschland sehen. Dazu passe das unverhohlene Gerede über personalpolitische Maßnahmen nach einer Regierungsübernahme – nicht um die übliche Neubesetzung von Positionen, sondern um den Umgang mit politischen Gegnern, Andersdenkenden und Ausländern.
Der Kommentar ruft zu Wachsamkeit auf und empfiehlt, aus Anlass des 20. Juli einen nüchternen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Die Erinnerung an den Widerstand gegen das NS-Regime solle Mahnung sein, die Demokratie zu schützen.
Quelle: www.faz.net



