Sa., 05 Sept. 2026 Kyjiw 10:35Berlin 09:35London 08:35 UKR / DE / EN

Messerattacke in Belfast: Verdächtiger vor Gericht – Riot als Pogrom bezeichnet

Ein 30-jähriger Mann muss sich vor einem Gericht in Belfast wegen versuchten Mordes verantworten. Die Ausschreitungen nach der Messerattacke bezeichnete die SDLP-Führung als rassistisch motivierten Pogrom.

Messerattacke in Belfast: Verdächtiger vor Gericht – Riot als Pogrom bezeichnet
Bild: i.guim.co.uk

Ein 30-jähriger Mann muss sich vor einem Gericht in Belfast wegen versuchten Mordes verantworten. Die Ausschreitungen nach der Messerattacke bezeichnete die SDLP-Führung als rassistisch motivierten Pogrom.

Der 30-jährige Hadi Alodid, wohnhaft in der Duncairn Avenue in Belfast, erschien am Mittwochmorgen per Videolink vor dem Magistratsgericht der Stadt. Ihm wird vorgeworfen, am Stephen Ogilvie niedergestochen und versucht zu haben, ihn zu töten. Zudem soll er einer Röntgenassistentin des staatlichen Gesundheitsdienstes mit dem Tod gedroht haben und ein Messer besessen haben. Wie die Nachrichtenagentur PA berichtet, machte Alodid keine Angaben zu den Vorwürfen, die ihm über einen arabischen Dolmetscher verlesen wurden. Er lehnte zudem einen Pflichtverteidiger ab.

Das Gericht erfuhr, dass das Opfer bei dem Angriff sein linkes Auge verlor. Die Messerattacke hatte in Belfast schwere Ausschreitungen ausgelöst, die der Vorsitzende der Sozialdemokratischen und Labour-Partei (SDLP) als rassistisch motivierten Pogrom bezeichnete. Die nordirische Justizministerin Naomi Long von der Alliance Party erklärte, die Unruhen seien von Menschen im Internet angeheizt worden, die „Schwierigkeiten gehabt hätten, Belfast auf einer Karte zu finden“.

Der Polizeichef von Nordirland, Jon Boutcher, verteidigte die Entscheidung der Polizei, die sudanesische Staatsangehörigkeit des Verdächtigen bekannt zu geben. Die britische Politik reagierte mit scharfer Kritik: Premierminister Keir Starmer verurteilte die Gewalt als „schockierend“. Bei einer Pressekonferenz der Reform UK wies ein Reporter darauf hin, dass die frühere Suella Braverman und der frühere Robert Jenrick, die beide inzwischen für Reform UK tätig sind, für die Entscheidung verantwortlich waren, dem Verdächtigen den Aufenthalt in Großbritannien zu gestatten. Reform-UK-Vizechef Richard Tice verteidigte beide als „Politiker mit Überzeugung und Mut“.

EuroPulse berichtete am 9. Juni 2026 über die Messerattacke in Belfast und die Reaktion von Premierminister Starmer, der die Tat als „widerlich“ bezeichnete: Mann bei Messerattacke in Belfast schwer verletzt – Starmer spricht von „widerlich“.

Quelle: www.theguardian.com