Eileen Wang, die Bürgermeisterin der kalifornischen Stadt Arcadia, hat sich schuldig bekannt, als illegale Agentin für die chinesische Regierung tätig gewesen zu sein. Laut der kalifornischen Staatsanwaltschaft drohen ihr für diese Spionagetätigkeit bis zu zehn Jahre Haft. Wang trat im Zuge ihres Geständnisses von ihrem Amt zurück.
Die Staatsanwaltschaft hatte bereits im April Anklage gegen Wang erhoben. Sie soll mindestens seit 2020 unter Weisung Pekings agiert haben und sich mit anderen in den USA ansässigen Personen koordiniert haben, um Propaganda zugunsten Chinas zu verbreiten. Dazu gehörte das Verfassen von Artikeln für Lokalmedien, in denen sie die Existenz von Zwangsarbeit in China bestritt.
Patrick Grandy, stellvertretender Direktor des FBI-Büros in Los Angeles, äußerte sich besorgt über den Fall und betonte, dass alle Amerikaner alarmiert sein sollten. John A. Eisenberg, stellvertretender Generalstaatsanwalt für nationale Sicherheit, erklärte, dass gewählte Amtsträger ausschließlich im Interesse des amerikanischen Volkes handeln sollten.
Wang hatte sich in internen Chats mit chinesischen Beamten ausgetauscht und dabei ihre Arbeit gelobt. Ein weiterer Exilchinese, mit dem sie zusammenarbeitete, sitzt bereits eine vierjährige Haftstrafe ab, nachdem auch er sich schuldig bekannt hatte, illegal als Agent der chinesischen Regierung tätig gewesen zu sein.



