Wie der britische Guardian berichtet, hat die australische Regierung eingeräumt, dass ein Softwarefehler im automatisierten System der umstrittenen Arbeitspflicht (Mutual Obligations) zur illegalen Einstellung von rund 300.000 Centrelink-Zahlungen geführt hat. Ein Vertreter des Ministeriums für Beschäftigung und Arbeitsbeziehungen sprach bei einer Anhörung des Senatsausschusses am Mittwoch von einer Größenordnung „im Bereich von 300.000“ Fällen.
Betroffen waren Menschen, die nach dem Versäumnis einer Pflichtaktivität nicht ausreichend Zeit erhielten, um wieder Kontakt zu einem Arbeitsvermittler aufzunehmen. Das System hatte die Zahlungen automatisch gestoppt, ohne die gesetzlich vorgeschriebene Wartezeit einzuhalten.
Anthony Albanese steht nun unter Druck, die Betroffenen zu entschädigen und das System zu reformieren. Die Opposition wirft der Regierung vor, jahrelang von dem Problem gewusst und nichts unternommen zu haben. Die genauen finanziellen Folgen für die Betroffenen sind noch unklar.
Quelle: www.theguardian.com



