Sa., 06 Juni 2026 Berlin 22:03 DE / UKR / EN

Chinas Automarkt bricht ein – Nachfrage nach Benzinern kollabiert

Chinas Automarkt hat im April 2023 einen deutlichen Rückgang verzeichnet. Laut Handelsblatt fielen die Pkw-Verkäufe um 21,5 Prozent auf 1,4 Millionen Fahrzeuge.

Chinas Automarkt bricht ein – Nachfrage nach Benzinern kollabiert
Bild: images.handelsblatt.com

Im April 2023 schrumpfte Chinas Automarkt erheblich, was durch Daten des Branchenverbands China Passenger Car Association belegt wird. Die Verkäufe von Pkw sanken um 21,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was den schwächsten April-Wert seit 2022 darstellt, als die Corona-Lockdowns den Absatz belasteten.

Die Nachfrage nach klassischen Verbrennern, insbesondere Fahrzeugen mit Benzinmotor, brach um rund ein Drittel ein. Cui Dongshu, Generalsekretär der PCA, erklärte, dass die höheren Kraftstoffpreise infolge des Iran-Kriegs und des damit verbundenen Ölpreisschocks den Markt stark belastet hätten.

Die Schwäche im Automarkt wird als Warnsignal für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Chinas angesehen, da Autos zu den größten Anschaffungen privater Haushalte zählen. Die Hoffnung, dass Elektroautos von dieser Situation profitieren könnten, wurde durch einen Rückgang der Verkäufe von Fahrzeugen mit alternativem Antrieb um 6,8 Prozent im April gedämpft.

Die Automobilindustrie steht somit vor großen Herausforderungen, da die Verkäufe von Elektroautos und Plug-in-Hybriden nicht ausreichen, um die Verluste bei den Verbrennern auszugleichen. Die Situation könnte sich weiter verschärfen, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht stabilisiert werden.