Der tschechische Präsident Petr Pavel, ein ehemaliger NATO-General, hat eine eindringliche Warnung ausgesprochen: „Frieden in Europa kann nicht länger als der normale Zustand betrachtet werden“, sagte Pavel. „Er muss wieder aktiv geschützt, verteidigt und aufrechterhalten werden. Die Lehre aus diesem Moment ist nicht, dass Europa allein ist, sondern dass Europa stark genug sein muss, um bei Bedarf auf eigenen Beinen zu stehen.“
Pavel kritisierte zugleich bürokratische Hürden in der EU, die Innovationen behinderten. Er verwies auf die schnelle Entwicklung der Ukraine bei Drohnentechnologie und Beschaffung als positives Beispiel. Auch China mache Fortschritte bei der technologischen Überlegenheit, so Pavel. Europa müsse alle Hebel in Bewegung setzen, um sich in die beste Position zu bringen, denn „die Geschichte wird einfach nicht darauf warten, dass Europa bereit ist“.
Der polnische Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz äußerte sich unterdessen zur ukrainischen Drohnennutzung. „Die Ukraine muss hier präziser vorgehen, um russischen Provokationen keinen Anlass zu geben“, sagte er auf einer Pressekonferenz in Tallinn. Zuvor hatte sich die Ukraine für einzelne Fälle entschuldigt, bei denen ihre Drohnen bei Angriffen auf Ziele in Russland in den baltischen Luftraum abgedriftet waren – Moskau habe „elektronische Kriegsführung“ eingesetzt. Das lettische Militär gab am Freitag erneut eine mögliche Drohnenwarnung für den Südosten des Landes heraus, den dritten Tag in Folge.
Quelle: www.theguardian.com



