Wie der Spiegel berichtet, fiel die Entscheidung in der sogenannten Königsrunde, bei der sich alle Parlamentsparteien König Frederik dem Zehnten vorstellen und ihren Wunschkandidaten für die Regierungsbildung nennen. Wer die größte Unterstützung erhält, darf als Erster versuchen, eine Koalition zu schmieden. Frederiksen hatte dieses Mandat bereits Ende März erhalten, war aber mit ihren Verhandlungen gescheitert. Daraufhin war Lund Poulsen an der Reihe, der ebenfalls keinen Durchbruch erzielte.
Frederiksens Sozialdemokraten waren trotz starker Verluste als stärkste Partei aus der Wahl hervorgegangen. Ziel dürfte eine Mitte-Links-Regierung sein. Eine Schlüsselrolle kommt dabei dem früheren Ministerpräsidenten Lars Løkke Rasmussen zu, der mit seiner Partei Moderaterne im Zentrum des politischen Spektrums steht. In Dänemark reicht es für eine Regierung, keine Mehrheit gegen sich zu haben.
Quelle: www.spiegel.de



