Sa., 06 Juni 2026 Berlin 23:38 DE / UKR / EN

Dollar steigt nach Trumps Ablehnung von Irans Friedensangebot

Wie Reuters berichtet, hat US-Präsident Donald Trump am Sonntag Irans Antwort auf einen US-Vorschlag für Friedensgespräche zur Beendigung des Krieges abgelehnt und die Forderungen Teherans als „völlig inakzeptabel“ bezeichnet. Die Märkte reagierten am Montag mit einem Anstieg des Dollars und steigenden Ölpreisen, während Aktien weitgehend stagnierten.

Dollar steigt nach Trumps Ablehnung von Irans Friedensangebot
Bild: BR

Die Finanzmärkte zeigten sich am Montag angespannt, nachdem US-Präsident Donald Trump Irans Antwort auf einen US-Vorschlag für Friedensgespräche als „völlig inakzeptabel“ zurückgewiesen hatte. Wie Reuters berichtet, stieg der Dollar, während Aktienindizes weltweit weitgehend stagnierten. Brent-Rohöl-Futures sprangen um bis zu 4,6 Prozent und notierten zuletzt bei 103 Dollar pro Barrel – ein Anstieg von rund 45 Prozent seit Beginn der US- und israelischen Angriffe auf Iran am 28. Februar.

Die Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus treibt die Ölpreise zusätzlich an. Laut CNBC bleiben die Märkte in einer Phase der Unsicherheit, da die Gespräche zwischen den USA und Iran ins Stocken geraten sind. Der MSCI-All-World-Index blieb am Montag relativ stabil, ebenso wie der europäische STOXX 600 und die US-Aktienfutures.

IG-Chefmarktstratege Chris Beauchamp erklärte gegenüber Reuters: „Die Märkte sind sehr gut darin, Dinge zu assimilieren und zu lernen, mit ihnen zu leben, die wir für unmöglich hielten. Das ist derzeit bei Rohöl der Fall. Sollte der Preis jedoch um weitere 50 Prozent steigen, wäre das eine neue Bewährungsprobe.“ Er fügte hinzu: „Betrachtet man die Gewinndaten, sind sie wirklich gut. Und wäre da nicht die Iran-Situation, würden wir auf Hochtouren laufen. Aber die Anleger vertrauen darauf, dass es irgendwie zu einer Einigung mit Iran kommen wird, so unschön sie auch sein mag.“

Die Korrelation zwischen Ölpreis und Aktienmarkt hat sich in den letzten zwei Wochen umgekehrt: Beide bewegen sich nun häufiger in die gleiche Richtung, während sie während des größten Teils des Krieges gegenläufig tendierten. Hintergrund ist die anhaltende Stärke der US-Wirtschaft, die durch den soliden Arbeitsmarktbericht der vergangenen Woche untermauert wurde. Wie n-tv.de berichtet, drohte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth unterdessen Senator Mark Kelly mit Ermittlungen wegen Geheimnisverrats – ein weiteres Zeichen für die angespannte politische Lage in Washington.