Auf dem Außenministertreffen der Europäischen Union in Brüssel wird die Erhöhung des Drucks auf Russland wegen der Deportation ukrainischer Kinder im Mittelpunkt stehen. Die EU-Staaten sind sich einig, dass die russischen Behörden für diese Menschenrechtsverletzungen zur Verantwortung gezogen werden müssen.
Der estnische Ministerpräsident Kaja Kallas äußerte sich kritisch zu den jüngsten Äußerungen von Kremlchef Wladimir Putin, der einen Waffenstillstand in der Ukraine vorgeschlagen hatte. Kallas bezeichnete Putins Vorschläge als „sehr zynisch“ und wies darauf hin, dass solche Angebote nicht ernst genommen werden können, solange Russland weiterhin ukrainisches Territorium besetzt.
Die Deportation ukrainischer Kinder wird von internationalen Organisationen als schwerwiegendes Kriegsverbrechen eingestuft. Berichten zufolge sind seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 Tausende von Kindern aus besetzten Gebieten nach Russland gebracht worden.
Die EU plant, in den kommenden Wochen konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die russische Aggression zu thematisieren und die internationale Gemeinschaft zu mobilisieren. Dies könnte auch die Einführung neuer Sanktionen gegen Russland umfassen.



