Die Europäische Union (EU) hat sich auf neue Regeln geeinigt, um die Produktion von Arzneimitteln in Europa zu fördern und die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu reduzieren. Dies wurde von Vertretern des Europäischen Parlaments und der Mitgliedstaaten in Brüssel mitgeteilt. In den vergangenen Jahren hatten viele Menschen in Europa Schwierigkeiten, wichtige Medikamente wie Schmerzmittel und Antibiotika in Apotheken zu erhalten.
Neophytos Charalambides, der zyprische Gesundheitsminister, erklärte: „Die Patienten sollten sich keine Sorgen darüber machen müssen, ob wichtige Arzneimittel wie Antibiotika in ihrer Apotheke oder ihrem Krankenhaus verfügbar sind.“ Diese Regelung soll sicherstellen, dass die Versorgung mit kritischen Arzneimitteln gewährleistet ist.
Die neuen Regeln sehen vor, dass bei der Vergabe öffentlicher Aufträge für wichtige Arzneimittel, die von einer hohen Abhängigkeit von wenigen Ländern betroffen sind, bevorzugt in Europa hergestellte Medikamente berücksichtigt werden. Dies soll Anreize für sichere Lieferketten schaffen und die Genehmigung strategischer Projekte beschleunigen.
Die EU-Kommission hatte bereits im März 2025 auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Anpassungen vorzunehmen, um die Probleme in der Arzneimittelversorgung zu beheben. Engpässe bei Wirkstoffen und die Konzentration der Produktion in wenigen Ländern wurden als Hauptursachen identifiziert. Die Corona-Pandemie hat zudem die Schwachstellen in den Lieferketten deutlich gemacht.



