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FIFA World Cup Launch Edition: Ein historisches Debakel auf Netflix

Das neue FIFA-Spiel auf Netflix ist eine herbe Enttäuschung. In seiner Kolumne zerpflückt Josef Erl die Launch Edition als historisches Debakel.

FIFA World Cup Launch Edition: Ein historisches Debakel auf Netflix
Bild: heise.cloudimg.io

Die FIFA ist zurück auf der Videospielbühne – und liefert mit „FIFA World Cup: Launch Edition“ ein historisches Debakel ab. Das meint zumindest Josef Erl in seiner Meinungskolumne auf Heise. Das Spiel, das pünktlich zur WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada erscheint, enttäuscht auf ganzer Linie.

Erl erinnert an die goldene Ära der Fußballspiele in den 1990er-Jahren, als Titel wie „FIFA International Soccer“ und „Sensible Soccer“ die Spieler verwöhnten. Nach dem Bruch zwischen der FIFA und Electronic Arts (EA) im Jahr 2023 hat der Weltverband die Lizenz nun selbst in die Hand genommen. Das Ergebnis ist nach Ansicht des Autors jedoch katastrophal.

Der Autor kritisiert, dass die FIFA unter Präsident Gianni Infantino den Markt völlig falsch einschätzt. Infantino hatte nach dem Ende der Partnerschaft mit EA großspurig angekündigt, es werde bald eine Vielzahl großartiger Spiele unter dem FIFA-Banner geben. Stattdessen liege nun ein liebloses Produkt vor, das weder fußballerisch noch technisch überzeugen könne.

Erl wirft EA vor, jahrelang mit Exklusivlizenzen die Konkurrenz ausgeschaltet und mit dem Glücksspiel-ähnlichen „Ultimate Team“ eine Cash Cow etabliert zu haben. Doch auch die FIFA habe sich mit überzogenen Lizenzforderungen ins Abseits manövriert. Der geforderte Preis von einer Milliarde US-Dollar für vier Jahre sei selbst für einen Publisher wie EA zu hoch gewesen.

Fazit des Autors: Die „FIFA World Cup: Launch Edition“ ist ein Armutszeugnis für den Weltverband. Statt eines innovativen Fußballspiels bekommen die Fans ein Produkt, das an die Glanzzeiten der 90er nicht ansatzweise heranreicht. Die Kolumne endet mit der Hoffnung, dass die FIFA aus diesem Debakel lernt – doch der Autor bleibt skeptisch.

Quelle: www.heise.de