Sa., 06 Juni 2026 Berlin 23:40 DE / UKR / EN

Tausende bei Gebetsveranstaltung in Washington versammelt

In Washington D.C. haben sich am Tausende zu einer Gebetsveranstaltung auf der National Mall versammelt. Wie der Tagesspiegel berichtet, wurde das Event von der US-Regierung als Feier des Patriotismus beworben.

Tausende bei Gebetsveranstaltung in Washington versammelt
Bild: tagesspiegel.de

Die Veranstaltung fand im Rahmen des 250. Geburtstags der Vereinigten Staaten statt und zog zahlreiche Teilnehmer an, die vielfach in den Farben der US-Flagge gekleidet waren. Das Weiße Haus bezeichnete den Tag auf der Plattform X als „beeindruckenden Tag des Gebets, des Lobpreises und des Patriotismus“.

Unter den Rednern waren viele politisch konservative, evangelikale Protestanten. Auch US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth richteten sich persönlich oder virtuell an die Menge. Republikaner wie der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, waren ebenfalls anwesend.

Kritiker werfen der US-Regierung vor, mit der Unterstützung solcher Veranstaltungen ein Bild der USA als christliche Nation zu forcieren und die Grenze zwischen Kirche und Staat zu verwischen. Der Historiker Kevin Kruse von der Princeton University äußerte gegenüber der „Washington Post“, dass es einen Unterschied gebe zwischen der Aussage, Amerika sei eine Nation mit vielen Christen, und der Behauptung, Amerika sei eine Nation, die dem Christentum gewidmet und durch dieses definiert sei.

Die Veranstaltung wurde mit Millionen an öffentlichen Geldern finanziert, was zusätzliche Kontroversen auslöste. Kritiker befürchten, dass solche Events die Trennung von Kirche und Staat in den USA weiter untergraben.