In Wiesbaden-Bierstadt entstehen derzeit 37 Wohnungen für ein gemeinschaftliches Wohnprojekt. Der Bezug ist frühestens im Dezember dieses Jahres geplant. Andreas Börner, Vorsitzender des Vereins Gemeinschaftlich Wohnen Bierstadt-Nord, spricht von einem „Dorf in der Stadt“.
Die Idee für das Projekt entstand vor 20 Jahren, vor etwa acht Jahren nahm sie konkrete Formen an. Der Verein gewann die städtische Wohnungsgesellschaft GWW als Partner. 2018 gründete sich das Mehrgenerationenprojekt, das sich bei einer städtischen Ausschreibung durchsetzte. Die GWW erhielt das Grundstück 2025 in Erbpacht und baut nun fünf dreigeschossige Gebäude mit einer Baugrundfläche von rund 4100 Quadratmetern. Die Baukosten betragen rund 13 Millionen Euro.
Von den 37 Wohnungen sind bereits 36 fest vergeben. Der Verein hat 52 erwachsene Mitglieder, 22 Kinder gehören ebenfalls dazu. Die Entscheidung über die Vergabe liegt allein beim Verein. Die Kaltmiete beträgt zwölf Euro pro Quadratmeter, hinzu kommt eine Umlage für die Gemeinschaftsflächen von etwas mehr als einem Euro pro Quadratmeter. Die Wohnungen sind 55 bis 85 Quadratmeter groß.
Der Verein mietet mehr als 200 Quadratmeter Gemeinschaftsflächen im Souterrain, darunter einen Raum für öffentliche Veranstaltungen, Homeoffice-Plätze, eine Werkstatt und einen Kreativraum. Die monatliche Miete dafür beträgt rund 3000 Euro. Laut Börner haben sich vor allem alleinstehende Frauen über 60 auf die Warteliste gesetzt. „Die sind sich am ehesten bewusst, dass sie nicht vereinsamen wollen und dafür etwas tun müssen“, sagte er der FAZ.
Quelle: www.faz.net



