Quelle: Ukrinform
Wadephul sagte am Mittwoch bei der Eröffnung der Konferenz in Berlin nach Angaben der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform: „In der Ukraine ist ein Drittel der Ernte vom Verderben bedroht. Gleichzeitig ist die Welt auf diesen Export angewiesen.“ Der Getreideexport stecke wegen der gezielten russischen Angriffe in den ukrainischen Häfen fest.
Der Minister warnte, eine Verzögerung der Lieferungen könne besonders instabile Regionen treffen. Wenn die Lieferungen nicht bald auf den Weg kämen, drohe Hunger, und dies gerade in Regionen, die ohnehin schon instabil seien, was neue Fluchtbewegungen auslösen könne. Wadephul nannte dies eine weitere Form der Destabilisierung, die Russland mit seiner „rücksichtslosen expansionistischen Aggression“ vorantreibe.
Wadephul erklärte, er habe die russischen Angriffe auch bei einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in New York angesprochen. Er habe klargemacht, dass Deutschland diese Angriffe nicht hinnehmen und sich gegen jede Bedrohung der Sicherheit des eigenen Landes verteidigen werde. Die russische Aggression ende nicht an der Grenze der Ukraine, auch Deutschland sehe sich russischen Bedrohungen ausgesetzt.
Die 8. Deutsch-Ukrainische Konferenz der Kommunalpartnerschaften findet vom 7. bis 9. Oktober in Berlin statt. Sie bringt Vertreter ukrainischer und deutscher Gemeinden zusammen. Zu den Themen gehören die Widerstandsfähigkeit der Gemeinden im Krieg, die praktische Unterstützung ukrainischer Kommunen, Wiederaufbau, Energieunabhängigkeit, Zivilschutz, wirtschaftliche Entwicklung, Digitalisierung und die Vorbereitung der Ukraine auf den EU-Beitritt.



