Die US-Einwanderungsbehörde USCIS hat am Freitag eine weitreichende Regeländerung verkündet: Anträge auf eine Greencard – den dauerhaften Aufenthaltsstatus – sollen künftig vor allem aus dem Ausland gestellt werden. Wer sich bereits vorübergehend in den USA aufhält, etwa als Student, Zeitarbeiter oder Tourist, muss für die Bewerbung in sein Heimatland zurückkehren. Ausnahmen gelten laut USCIS-Sprecher Zach Kahler nur bei „außergewöhnlichen Umständen“.
Bislang war es möglich, sich unter bestimmten Bedingungen auch von innerhalb der USA um eine Greencard zu bewerben. Nach Angaben der „Washington Post“ wurden jährlich mehr als eine Million Greencards vergeben – mehr als die Hälfte der Bewerber hielt sich demnach bereits bei Antragstellung im Land auf. Die neue Regelung soll verhindern, dass Menschen nach einer abgelehnten Greencard illegal in den USA bleiben und dann aufwendig abgeschoben werden müssten, so Kahler.
Die Verschärfung trifft nach Einschätzung von Elizabeth Goss „Tausende und Abertausende von Menschen“ – darunter Ärzte, Professoren, Forscher und Geschäftsführer. Sie kritisierte den Schritt als unbegründet, da die Betroffenen bereits von den Behörden geprüft worden seien. Die Maßnahme sei kein Sicherheitsproblem, sondern eine unnötige Hürde.
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Quelle: www.tagesspiegel.de



