Die griechische Regierung hat neue Bauvorgaben zur Eindämmung des Massentourismus beschlossen, um bekannte Ferieninseln wie Rhodos und Santorini zu schützen. Maßnahmen zielen darauf ab, die Landschaft vor ungeordnetem Bau zu bewahren und die Küsten besser zu schützen.
Tourismusministerin Olga Kefalogianni erklärte, dass die neuen Regeln eine Einteilung der Regionen nach ihrer touristischen Belastung beinhalten. In besonders belasteten Inselregionen dürfen neue Hotels künftig höchstens 100 Betten haben. Zudem müssen Neubauten auf großen Grundstücken errichtet werden, die je nach Region mindestens acht bis 16 Hektar groß sein müssen.
Die Maßnahmen sollen verhindern, dass immer mehr Gebäude ungeordnet in die Landschaft gesetzt werden. Darüber hinaus wird in einem Bereich von bis zu 25 Metern am Meer grundsätzlich der Bau neuer Gebäude untersagt, mit Ausnahmen für notwendige Zugänge oder Rettungswege. Ziel ist ein nachhaltigeres Tourismusmodell, das Umwelt und Infrastruktur weniger belastet.
Umweltminister Stavros Papastavrou bezeichnete die neuen Vorgaben als „historische Reform“. Der entsprechende Ministerialerlass soll Ende Juni in Kraft treten. Im Jahr 2025 besuchten fast 38 Millionen Touristen Griechenland, was einen Rekord darstellt. Besonders Inseln wie Santorini und Mykonos sind in der Hochsaison oft überfüllt, was zu Verkehrschaos und steigenden Mieten führt.



