Die Familienbesuche im Delaney-Hall-Abschiebegefängnis in New Jersey sind für Teile der Einrichtung wieder möglich. Gouverneurin Mikie Sherrill und das US-Heimatschutzministerium (DHS) bestätigten die Wiederaufnahme am Sonntagmorgen, wie der Guardian berichtet. Zuvor waren die Besuche gestrichen worden, nachdem Inhaftierte einen Hunger- und Arbeitsstreik begonnen hatten. Die Proteste vor dem Zentrum waren von aggressiven Polizeitaktiken begleitet worden.
Nach Angaben der Einrichtungsleitung gegenüber dem Guardian erhielten die Einheiten 1 und 3 ab etwa 12:00 Uhr beziehungsweise 14:00 Uhr Ortszeit wieder Besuchsrecht. Einheit 1 ist der Frauenbereich. In Einheit 2 befindet sich der Großteil der hungerstreikenden Inhaftierten – ob auch dort Familienbesuche möglich sind, blieb am Sonntag unklar. Das Büro von Gouverneurin Sherrill und der private Gefängnisbetreiber GEO Group, der die Anlage betreibt, reagierten nicht auf Anfragen.
Die Ankündigung und die anschließende Verwirrung unter den Familien folgten auf eine Nacht gewaltsamer Zusammenstöße zwischen örtlichen Beamten und Demonstranten vor der Einrichtung. Als Reaktion darauf verhängte Newarks Bürgermeister Ras Baraka eine nächtliche Ausgangssperre ab 21:00 Uhr für den abgeriegelten Bereich um Delaney Hall. Die Zufahrtsstraße ist inzwischen vollständig von der Polizei blockiert, mit Ausnahme von Familien, die ihre Angehörigen besuchen wollen.
Quelle: www.theguardian.com



