Die BBC hat in einer investigativen Recherche aufgedeckt, wie ein unregulierter Markt für Samenspenden im Internet blüht. Frauen, die sich den Wunsch nach einem Kind erfüllen wollen, aber keinen Zugang zu klinischen Behandlungen haben, suchen in sozialen Netzwerken nach Alternativen. Dabei stoßen sie auf Männer, die gegen Geld und oft mit sexuellen Übergriffen Samen anbieten.
Im Rahmen der Recherche kaufte eine BBC-Journalistin für umgerechnet rund 115 Euro eine Samenprobe, die am nächsten Tag per Post geliefert wurde. Der Absender, der sich selbst „Joe Donor“ nennt, bewarb seine Dienste online und schickte die Probe in einer Box zusammen mit einer gefrorenen Tomatenmarkpackung. Er behauptet, weltweit bereits 180 Kinder gezeugt zu haben – sowohl durch Geschlechtsverkehr als auch durch künstliche Befruchtung.
Ein Familienrichter in Cardiff (Wales) nannte den Mann öffentlich beim Namen – Robert Albon –, um vor den Gefahren unregulierter Samenspenden zu warnen. Die britische Regulierungsbehörde für Reproduktionsmedizin warnte, Frauen riskierten „Ausbeutung durch räuberische Spender“. Die BBC-Recherche zeigt, wie leicht es ist, online an Samen zu kommen, und wie schwer die Kontrolle solcher Angebote ist.
Quelle: www.bbc.com



