Die erneuten Angriffe im Iran-Krieg belasten die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten. zogen die Ölpreise am Morgen deutlich an: Brent-Öl kostete zeitweise über 87 Dollar, ein Plus von rund vier Prozent. In Fernost reagierten die Börsen mit Verlusten. Der japanische Nikkei-Index gab rund zwei Prozent nach, der südkoreanische Kospi brach um weitere fünf Prozent ein. Technologiewerte stehen unter Verkaufsdruck.
Für den deutschen Leitindex DAX erwarten erste Indikationen einen Abschlag von etwa 0,6 Prozent zum Handelsstart. Die US-Börsen zeigten sich zuvor stabiler: Der Dow Jones legte um ein Prozent zu, die Nasdaq gab nur moderate 0,2 Prozent nach. Im Fokus stehen heute die Quartalszahlen der US-Technologiekonzerne Microsoft und Meta, die nach Börsenschluss erwartet werden. Sie gelten als wichtiger Test für die KI-getriebene Rally. Zudem entscheidet die US-Notenbank Fed am Abend über den Leitzins. Eine Änderung wird nicht erwartet, die Spanne bleibt voraussichtlich bei 3,50 bis 3,75 Prozent.
Die Deutsche Bank überraschte unterdessen mit einem Gewinnsprung. Das Vorsteuerergebnis erreichte im zweiten Quartal 2,68 Milliarden Euro, nur knapp unter dem Rekord von 2007. Der Nettogewinn stieg um zehn Prozent auf 1,64 Milliarden Euro. Im zweiten Halbjahr plant die Bank weitere Aktienrückkäufe im Wert von 500 Millionen Euro. Auch der Chemiekonzern BASF kommt bei seinem Sparprogramm voran. sagte Unternehmenschef Markus Kamieth, man habe Kosten gesenkt, Investitionen reduziert und die Auslastung erhöht. Von Januar 2024 bis Ende Juni 2026 habe das Unternehmen weltweit rund 7.000 Stellen abgebaut.
Quelle: Tagesschau



