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Israel greift Iran an – trotz Trumps Bitte um Zurückhaltung

Israel hat am Montag Luftangriffe auf den Zentral- und Westiran geflogen – in offenem Widerspruch zu US-Präsident Donald Trump, der zuvor zur Zurückhaltung aufgerufen hatte. Wie der Guardian berichtet, droht die Eskalation den Nahen Osten zurück in einen regionalen Krieg zu stürzen.

Israel greift Iran an – trotz Trumps Bitte um Zurückhaltung
Bild: i.guim.co.uk

Die israelischen Angriffe auf den Zentral- und Westiran am Montag sind die erste direkte militärische Auseinandersetzung zwischen den beiden Erzfeinden seit dem Waffenstillstand im April, der den US-israelischen Krieg mit dem Iran pausierte. Der iranische Angriff, auf den Israel reagierte, war wiederum eine Vergeltung für israelische Schläge auf Beirut gewesen.

US-Präsident Donald Trump hatte den israelischen Benjamin Netanyahu noch Stunden zuvor angerufen und ihn aufgefordert, nicht sofort auf den iranischen Raketenangriff vom Sonntagabend zu reagieren. Trump sagte dem Guardian zufolge: „Ich bestimme, wo es langgeht. Er [Netanyahu] bestimmt nicht, wo es langgeht.“ Die israelischen Angriffe ignorieren diese Aufforderung.

Irans Staatsmedien berichteten von Explosionen in Teheran, Isfahan, Karadsch und Täbris. Die Revolutionsgarden erklärten, Israel habe luftgestützte ballistische Raketen eingesetzt. Der Luftraum um den internationalen Imam Khomeini in Teheran wurde geschlossen. Das Weiße Haus ließ Anfragen zu den Angriffen und einer möglichen Koordinierung mit den USA unbeantwortet.

Die Lage droht weiter zu eskalieren: In Saudi-Arabien heulten Raketenwarnsirenen in der Nähe des Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkts, auf dem US-Truppen stationiert sind. Die israelische Armee meldete zudem den Abschuss einer Rakete aus dem Jemen – die Huthi-Rebellen, die den Iran unterstützen, hatten sich bereits im März in den Krieg eingeschaltet.

EuroPulse berichtete am 6. Juni über Trumps Betrugsvorwürfe bei der kalifornischen Stimmenauszählung: Kalifornien zählt langsam: Trumps Betrugsvorwürfe treffen auf geprüftes System.

Quelle: www.theguardian.com