Sa., 06 Juni 2026 Berlin 22:07 DE / UKR / EN

Live-Blog: Israelische Angriffe erschüttern Libanon trotz Waffenruhe

Israelische Luftangriffe haben am Sonntag erneut den Süden und Osten des Libanon getroffen, wie The Guardian berichtet. Die Angriffe erfolgten trotz einer Waffenruhe im Israel-Hisbollah-Krieg und Berichten über eine mögliche Annäherung zwischen den USA und dem Iran.

Live-Blog: Israelische Angriffe erschüttern Libanon trotz Waffenruhe
Bild: i.guim.co.uk

17:30 — Der israelische Militär hat nach eigenen Angaben erneut Ziele der Hisbollah im Libanon angegriffen. Die Angriffe am Sonntag richteten sich gegen mehrere Orte im Süden und Osten des Landes, wie die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete. In einigen Fällen gab es Verletzte, die genaue Zahl ist noch unklar.

16:45 — Die Angriffe erfolgten, obwohl am 17. April eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah in Kraft trat, die kürzlich um mehrere Wochen verlängert wurde. Die Hisbollah ihrerseits hat nach eigenen Angaben weiterhin israelische Stellungen im Südlibanon und entlang der Grenze beschossen, darunter am Sonntag Raketenangriffe auf israelische Truppen auf libanesischem Gebiet.

15:30 — Am Samstag hatte ein israelischer Luftangriff auf die Sir al-Gharbiyeh im Südlibanon eine verheerende Bilanz gefordert. Das libanesische Gesundheitsministerium sprach von elf Toten, darunter ein Kind und sechs Frauen, sowie neun Verletzten, darunter vier Kinder und eine Frau. Die Behörden bezeichneten den Angriff als Massaker.

14:15 — Vor den jüngsten Angriffen hatte das israelische Militär Evakuierungswarnungen für mehr als ein Dutzend Dörfer im Süden des Libanon und im östlichen Bekaa-Tal herausgegeben. Ein AFP-Korrespondent berichtete von dichten Rauchwolken nach Angriffen auf die Nabatieh und Zawtar al-Sharqiyah im Süden.

13:00 — Die Angriffe finden vor dem Hintergrund von Berichten statt, wonach die USA und der Iran kurz vor einem Friedensabkommen stehen. Die Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah, die am 17. April begann, war zuletzt um mehrere Wochen verlängert worden, hält aber nicht stand. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, die Vereinbarung zu verletzen.

Quelle: www.theguardian.com