Sa., 06 Juni 2026 Berlin 23:39 DE / UKR / EN

Korruptionsermittlungen gegen Selenskyjs Vertrauten Andrij Jermak

Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine hat Andrij Jermak, den ehemaligen Leiter des Präsidentenbüros, wegen Geldwäsche verdächtigt. Laut ZDF haben Ermittler eine organisierte Gruppe enttarnt, die fast neun Millionen Euro im Zusammenhang mit einem Luxusbauprojekt in der Nähe von Kiew gewaschen haben soll.

Korruptionsermittlungen gegen Selenskyjs Vertrauten Andrij Jermak
Bild: zdfheute.de

Die ukrainischen Antikorruptionsbehörden haben Andrij Jermak, den ehemaligen Leiter des Präsidentenbüros, wegen Geldwäsche verdächtigt. Wie ZDF berichtet, hat das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) eine organisierte Gruppe enttarnt, die an der Geldwäsche von umgerechnet fast neun Millionen Euro beteiligt sein soll. Diese Gelder stehen im Zusammenhang mit einem Luxusbauprojekt in der Nähe von Kiew.

Jermak, ein langjähriger Vertrauter des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, trat Ende November vergangenen Jahres im Zuge eines Korruptionsskandals zurück. Durchsuchungen in seiner Wohnung wurden Beweise sichergestellt, die seine Verwicklung in die Machenschaften belegen könnten.

In einem weiteren Kontext fand ein Treffen der EU-Außenminister in Brüssel statt, bei dem es um zusätzliche Militärhilfe für die Ukraine und eine engere Rüstungskooperation ging. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas äußerte sich optimistisch über die militärische Lage der Ukraine und wies auf die „rekordverdächtigen“ russischen Verluste hin.

Präsident Selenskyj erklärte in einer abendlichen Videobotschaft, dass die Ukraine sich auf neue Angriffe aus Russland vorbereite. „Wir sehen auch, dass Russland nicht die Absicht hat, diesen Krieg zu beenden“, so Selenskyj. Verteidigungsminister Boris Pistorius reiste überraschend nach Kiew, um Gespräche über die weitere Zusammenarbeit und die Entwicklung moderner Hightech-Waffen zu führen.