Die Spannungen zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten haben ein neues Hoch erreicht, nachdem Washington mexikanische Beamte beschuldigt hat, seit Jahren mit Drogenhändlern in Verbindung zu stehen. Diese Vorwürfe kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Mexiko unter starkem Druck steht, Drogenkartelle zu bekämpfen, was die Beziehungen zwischen den beiden Ländern erheblich belastet.
Claudia Sheinbaum, die Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt, äußerte sich am Mittwoch zu den Vorwürfen und betonte: „Wir wollen eine gute Beziehung zur US-Regierung. Was sind unsere Grenzen? Der Schutz der Souveränität und der Respekt vor dem mexikanischen Volk und seiner Würde.“ Ihre Aussagen folgen auf brisante Zeugenaussagen von Terry Cole, dem Direktor der Drogenbekämpfungsbehörde (DEA), vor dem US-Senat.
Cole erklärte: „Es besteht kein Zweifel, dass die Drogenhändler und hochrangigen Regierungsbeamten in Mexiko seit Jahren zusammenarbeiten. Sie sind ebenso verantwortlich für den Tod und die Zerstörung von Rekordzahlen von Amerikanern.“ Diese Aussagen verdeutlichen die Dringlichkeit, mit der die US-Regierung von Mexiko Maßnahmen zur Bekämpfung des Drogenhandels fordert.
Die Situation hat sich in den letzten Wochen weiter verschärft, da Präsident Donald Trump wiederholt mit dem Einsatz von Truppen in Mexiko gedroht hat. Dies zwingt Sheinbaum, einen schwierigen Balanceakt zwischen den Erwartungen ihrer Partei und den Forderungen des zunehmend aggressiven Weißen Hauses zu vollziehen.
Jorge Castañeda, ein ehemaliger mexikanischer Außenminister, bezeichnete die gegenwärtige Lage als die angespannteste seit mindestens den 1980er Jahren. „Wir befinden uns in einem Moment, wie wir ihn noch nie erlebt haben, zumindest nicht in meiner Erinnerung“, sagte er.
In den letzten zwölf Monaten hat die mexikanische Regierung fast 100 Mitglieder von Drogenkartellen an die US-Justiz überstellt, was die Bemühungen zur Bekämpfung des Drogenhandels unterstreicht.



