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Linke streitet auf Parteitag über Nahost und Führung

Auf dem Bundesparteitag der Linken in Potsdam ist am zweiten Tag eine Fortsetzung der Kontroversen um die Nahost-Politik und die Vorstandswahl absehbar. Wie der Spiegel berichtet, hatte bereits der Auftaktabend die Partei tief gespalten.

Linke streitet auf Parteitag über Nahost und Führung
Bild: cdn.prod.www.spiegel.de

Die Delegierten des Linken-Parteitags in Potsdam hatten sich am Freitagabend nach einer emotionalen Debatte auf eine Erklärung zum Gazakrieg geeinigt. Darin wird Israels Vorgehen erstmals offiziell als „Völkermord“ bezeichnet, wie der Spiegel berichtet. Ein radikalerer Antrag fand keine Mehrheit. Die Kontroverse droht nun erneut aufzuflammen, wenn am Samstag die Vorstandswahlen anstehen.

Nach dem Rückzug von Jan van Akens wird ein neuer Mann für die Parteispitze gesucht. Der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano, 46, strebt den Posten an. Allerdings ist ungewiss, wie stark sein Rückhalt unter den Delegierten ist. Die Partei hat ihre Mitgliederzahl binnen kurzer Zeit nahezu verdoppelt, was die Zusammensetzung des Parteitags verändert hat – viele Neue sind unberechenbar.

Bis Sonntag stehen weitere konfliktträchtige Themen auf der Tagesordnung, darunter der Diätendeckel und künftige Regierungsbeteiligungen. „Der Ausgang des Parteitags wird auch einen Hinweis darauf liefern, ob die Linke nur die Wut der Menschen verstärken will und wohin sie diese Wut lenken will“, sagen meine Kollegin Anna Reimann und mein Kollege Marc Röhlig, die den Parteitag für uns beobachten. „Ob sie anschlussfähig bleibt, ob sie wirklich ihre Wählerschaft verbreitern kann und auch wieder die kleinen Leute erreicht, wird sich bei den kommenden Landtagswahlen zeigen.“

Quelle: www.spiegel.de