Sa., 06 Juni 2026 Berlin 23:38 DE / UKR / EN

Mann (35) in Bulgarien von Bärin getötet

Ein 35-jähriger Mann ist in Bulgarien von einer Bärin getötet worden. Der Vorfall ereignete sich im Witoscha-Gebirge nahe Sofia, wie der Spiegel berichtet.

Mann (35) in Bulgarien von Bärin getötet
Bild: cdn.prod.www.spiegel.de

Der tragische Vorfall ereignete sich am Samstagnachmittag im Witoscha-Gebirge, das sich nur eine halbe Autostunde von Sofia entfernt befindet. Der Mann wurde laut Berichten der Polizei in der Nähe einer Straße zwischen zwei Berghütten in einer Höhe von 2295 Metern gefunden. Er war 35 Jahre alt und wurde von einer Bärin in Begleitung eines Jungtiers attackiert, wie ein Gerichtsmediziner und ein Wildtierexperte annehmen.

Das Witoscha-Gebirge ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und beheimatet zahlreiche wilde Tiere, darunter auch etwa ein Dutzend Braunbären. In Bulgarien ist dieser tödliche Vorfall außergewöhnlich, da der letzte tödliche Bärenangriff bereits im Jahr 2010 in den Rhodopen stattfand. Im Gegensatz dazu kommt es im nördlichen Nachbarland Rumänien häufiger zu Vorfällen mit Braunbären.

Augenzeugen berichteten, dass der Mann vergeblich versucht habe, sich mit einem Stock zu verteidigen. Die Leiche wurde am Samstag entdeckt, und die Umstände des Angriffs werfen Fragen zur Sicherheit in den beliebten Wandergebieten auf. In Bulgarien leben Schätzungen zufolge zwischen 300 und 500 Braunbären, die vor allem in anderen Gebirgen des Landes vorkommen.

Die Behörden stehen nun unter Druck, Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit der Wanderer zu gewährleisten. Der Vorfall hat Besorgnis ausgelöst und könnte zu einer Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen in den Wandergebieten führen.

Der tödliche Angriff erinnert daran, dass die Begegnung mit Wildtieren in ihren natürlichen Lebensräumen immer ein Risiko birgt. Die Behörden müssen sicherstellen, dass Wanderer über die Gefahren informiert sind und geeignete Maßnahmen ergreifen, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.