Die Erde steht vor einer mehrtägigen Phase geomagnetischer Unruhe. Ausgelöst durch mehrere Sonneneruptionen, wird eine Serie von Magnetstürmen ab heute, dem 19. März, unseren Planeten treffen und mindestens bis zum 21. März anhalten.
Die britische Geologische Dienststelle (British Geological Survey) warnt vor den anhaltenden Auswirkungen. Mehrere koronale Massenauswürfe (CMEs) – Wolken aus geladenem Sonnenplasma – sind auf dem Weg zur Erde. Sie sind das Ergebnis einer Serie von M-Klasse-Solarflares, die in den vergangenen Tagen auf der Sonnenoberfläche stattfanden.
Die erwarteten Stürme werden voraussichtlich einen Kp-Index von bis zu 5 erreichen. Dieser Wert entspricht einem moderaten geomagnetischen Sturm der Kategorie G1. Solche Ereignisse sind zwar nicht außergewöhnlich stark, können aber dennoch spürbare Folgen haben.
Für die meisten Menschen bleiben die Auswirkungen unsichtbar. Gefährdet sind jedoch technische Systeme. Schwache Stromnetze in hohen Breitengraden könnten Spannungsschwankungen erfahren. Die Satellitennavigation (GPS) kann vorübergehend weniger präzise sein, und Funkkommunikation in den Polarregionen könnte gestört werden. Raumfahrzeuge sind einem erhöhten Risiko durch geladene Teilchen ausgesetzt.
Zudem berichten Gesundheitsportale wie Meteoagent, dass empfindliche Personen in den betroffenen Tagen mit Beschwerden rechnen müssen. Dazu können Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel oder Schlafstörungen gehören. Die wissenschaftliche Evidenz für einen direkten kausalen Zusammenhang ist zwar umstritten, doch viele Menschen melden subjektive Beeinträchtigungen während solcher geomagnetischer Aktivität.
Die aktuelle Phase erhöhter Sonnenaktivität ist Teil des ansteigenden 11-Jahres-Zyklus unserer Sonne. Experten erwarten, dass solche Ereignisse in den kommenden Jahren häufiger und potenziell stärker auftreten werden. Die Beobachtung und Vorhersage der Weltraumwetterlage gewinnt daher zunehmend an Bedeutung für unsere technologisierte Gesellschaft.
Für die nächsten Tage raten Experten, bei geplanten Aktivitäten, die auf präzise Ortung oder stabile Kommunikation angewiesen sind, mögliche Störfaktoren einzuplanen. Menschen, die sich in der Vergangenheit bei Magnetstürmen unwohl fühlten, sollten auf ausreichend Schlaf und einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt achten.
Die Sonnenaktivität wird kontinuierlich von Observatorien wie dem Space Weather Prediction Center der NOAA und der Europäischen Weltraumorganisation ESA überwacht. Aktuelle Prognosen und Warnungen sind für die Öffentlichkeit frei zugänglich und helfen, sich auf die unsichtbaren Stürme aus dem All vorzubereiten.



