Der Plan ist Teil des sogenannten „Land Warfighting Concept“, das unter der Leitung des US-Majors Andrew Pingrey entstand. Er sieht vor, russische Streitkräfte zu stoppen, ihre Kriegsfähigkeit zu beeinträchtigen und eine Invasionstruppe zurück an die russischen Grenzen zu drängen.
Zunächst soll die russische Raketenbedrohung ausgeschaltet werden. Dafür sollen Kampfjets, Raketen und Drohnen russische Raketensysteme angreifen. Ein besonderer Fokus liegt auf Kaliningrad, der russischen Exklave an der Ostsee, wegen ihrer Konzentration an Luftabwehr- und Raketensystemen.
Gleichzeitig plant die NATO eine „autonome Zone“ entlang ihrer Grenzen zu Russland und Belarus. Dort sollen Drohnen und unbemannte Fahrzeuge gegen vorrückende russische Truppen eingesetzt werden, ohne dass NATO-Soldaten dauerhaft stationiert sind. Sollte der Vormarsch weitergehen, sollen diese Systeme die Truppen verlangsamen oder stoppen.
Die dritte Stufe sieht Angriffe auf Ziele in Russland vor. Spezialkräfte könnten militärische und logistische Infrastruktur wie Flugplätze, Verteidigungsfabriken, Brücken und Eisenbahnlinien angreifen. Zudem erwägt die NATO eine „Luftbrücke“, um Drohnen und Robotersysteme per Flugzeug nach Russland zu bringen. Das Konzept betont, dass die NATO Russland nicht besetzen oder erobern will, sondern nur eine Invasion abwehren möchte.
Quelle: www.kyivpost.com



