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Oktoberfest: Rechtsstreit um Zeltvergabe sorgt für Unsicherheit

Ein Rechtsstreit um die Vergabe der Festzelte beim Oktoberfest sorgt für massive Unsicherheit. Wiesn-Wirt Alexander Egger fordert eine europaweite Ausschreibung, was die traditionellen Wirte in Aufregung versetzt.

Oktoberfest: Rechtsstreit um Zeltvergabe sorgt für Unsicherheit
Bild: zdfheute.de

Der Rechtsstreit um die Zeltvergabe beim Oktoberfest hat die bayerische Landeshauptstadt München in Aufruhr versetzt. Wiesn-Wirt Alexander Egger, der seit 2022 das kleinere Zelt „Münchner Stubn“ betreibt, fordert eine europaweite Ausschreibung für die Festzelte. Dies könnte das traditionsreiche Vergabesystem, das seit Jahren besteht, grundlegend verändern.

Egger argumentiert, dass Dienstleistungskonzessionen ab einem Wert von 5,4 Millionen Euro netto gesetzlich europaweit ausgeschrieben werden müssen. Sein Ziel ist es, in die Oberklasse der Wiesn-Wirte aufzusteigen und Plätze von Traditions-Wirten wie der Familie Schottenhamel zu übernehmen. Eggers Anwalt Benno Ziegler betont, dass dies zu einem fairen Wettbewerb führen würde.

Die etablierten Wiesn-Wirte reagieren entsetzt auf diesen Vorstoß. Christian Schottenhamel, der seit über einem Jahrhundert auf der Wiesn vertreten ist, äußert Bedenken, dass die Tradition des Festes gefährdet wird. Ein Insider bezeichnet den Prüfantrag als „größenwahnsinnigen Angriff“ auf das Kulturgut Oktoberfest.

Die Regierung von Oberbayern hat bis Donnerstag, den 21. Mai, Zeit, den Prüfantrag zu bewerten. Sollte der Antrag Erfolg haben, könnte das Oktoberfest, das am Samstag, den 19. September, beginnt, vor logistischen Herausforderungen stehen. Viele Reservierungsanfragen sind derzeit in der Schwebe, da unklar ist, wer im September tatsächlich am Zapfhahn stehen darf.