Sa., 06 Juni 2026 Berlin 22:00 DE / UKR / EN

Pam Bondi räumt Fehler bei Epstein-Akten ein

Die frühere US-Justizministerin Pam Bondi hat vor dem Repräsentantenhaus eingeräumt, dass bei der Herausgabe der Epstein-Akten Schwärzungsfehler unterlaufen seien. Sie verteidigte jedoch die Arbeit des Justizministeriums und verwies auf die Delegation der Aufsicht an ihren Todd Blanche, wie der Guardian berichtet.

Pam Bondi räumt Fehler bei Epstein-Akten ein
Bild: i.guim.co.uk

Die frühere US-Justizministerin Pam Bondi hat am Freitag vor dem Aufsichts- und Reformausschuss des Repräsentantenhauses ausgesagt und dabei eingeräumt, dass bei der Veröffentlichung der Epstein-Akten Schwärzungsfehler aufgetreten seien. Sie betonte jedoch, das Justizministerium (DoJ) habe unter ihrer Führung ein beispielloses Maß an Transparenz gezeigt, wie der Guardian berichtet.

Bondi erklärte, sie habe nicht jeden Aspekt der Aktenprüfung persönlich geleitet, sondern die Aufsicht an ihren damaligen Todd Blanche delegiert, der inzwischen geschäftsführender Justizminister ist. „Das Team von Fachleuten, die das gesamte Material geprüft haben, versicherte mir, dass die einzigen zurückgehaltenen Unterlagen entweder nicht relevant, vertraulich oder doppelt vorhanden waren“, sagte Bondi in ihrer vorbereiteten Erklärung.

Demokratische Abgeordnete warfen Bondi vor, Fragen zur Rolle von Ex-Präsident Donald Trump bei der Freigabe der Akten ausgewichen zu sein. Bondi selbst verteidigte die Arbeit des Ministeriums und verwies auf das Epstein Files Transparency Act, das die Herausgabe der Dokumente vorschreibt. „Nach meinem besten Wissen hat das Ministerium alles herausgegeben, was nach dem Gesetz erforderlich war“, so Bondi.

Die Anhörung ist Teil der laufenden Untersuchung des Ausschusses zur Aufarbeitung des Epstein-Skandals. Bondi war im Mai 2026 von Trump als Justizministerin entlassen worden, nachdem sie sich geweigert hatte, eine umstrittene Anordnung zur Freigabe weiterer Epstein-Unterlagen zu unterzeichnen. EuroPulse berichtete am 27. Mai 2026 über das Bondi-Massaker, bei dem die Polizei mit Pistolen gegen Sturmgewehre unterlegen war (https://europulse.today/bondi-massaker-polizei-pistolen-sturmgewehre/).

Quelle: www.theguardian.com