Die Kundgebung vor dem Sitz des Fernsehens (ČT) richtete sich gegen die Pläne von Andrej Babiš. Seine Regierung hatte vor wenigen Tagen beschlossen, die Radio- und Fernsehgebühren abzuschaffen und die Sender künftig direkt aus dem Staatshaushalt zu finanzieren – mit weniger Geld als bisher.
Der Milliardär Babiš erklärte, es gebe genug Sparpotenzial bei den Sendern, und versprach, es werde keine politische Einflussnahme geben. Die Demonstranten und Redner warnten dagegen, die Sender könnten zu Sprachrohren der Regierung werden. „Die Medien gehören nicht den Politikern“, sagte Mitorganisator Mikuláš Minář. „Sie gehören uns allen, und wir werden nicht zulassen, dass sie uns gestohlen werden.“
Zur Demonstration hatte die Bewegung „Eine Million Augenblicke für Demokratie“ aufgerufen. Wegen der Regierungspläne sagten Senderchefs, dass sie hunderte Beschäftigte entlassen müssten. Für diesen Montag kündigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ČT und ČRo einen Warnstreik an.
Quelle: www.zeit.de



