Wladimir Putin hat während einer Pressekonferenz am 9. Mai angedeutet, dass das Thema einer Beendigung des Krieges gegen die Ukraine „nahezu abgeschlossen“ sei. Diese Aussage wurde von russischen Staatsmedien als Hinweis auf ein baldiges Ende des Konflikts interpretiert. Analysten des Instituts für Kriegsstudien (ISW) betonen jedoch, dass Putins Rhetorik weiterhin aggressiv bleibt und keine Anzeichen für eine tatsächliche Friedensbereitschaft erkennbar sind.
Putin erklärte, dass die Abwesenheit von militärischer Ausrüstung bei der Parade am 9. Mai auf die Notwendigkeit zurückzuführen sei, Ressourcen für den „endgültigen Sieg über die Ukraine“ zu konzentrieren. Dies deutet darauf hin, dass Russland seine maximalistischen Ziele nicht aufgegeben hat und weiterhin auf die Kapitulation der ukrainischen Regierung abzielt.
Zusätzlich berichtete Gazeta.ua, dass die ständigen ukrainischen Angriffe auf russisches Territorium den Druck auf den Kreml erhöhen und Putins Autorität untergraben. Politologe Artem Bronzhuk wies darauf hin, dass die russische Führung aufgrund der Angst vor ukrainischen Angriffen während der Parade schnell einem Waffenstillstand zugestimmt hat, was jedoch nicht das Ende des Krieges bedeutet.
ISW-Analysten heben hervor, dass Putins Aussagen vor allem an die russische Bevölkerung gerichtet sind, die zunehmend unter den Folgen des langwierigen Krieges und der wirtschaftlichen Belastungen leidet. Der Kreml versucht, die öffentliche Stimmung zu beruhigen, während die Realität des Krieges weiterhin drängt.



