Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, stellte Staatsintendant Andreas Beck auf der jährlichen Pressekonferenz im Cuvilliéstheater das Programm für die Spielzeit 2026/27 vor. Die Auswahl reicht von Goethes Faust über Brechts Dreigroschenoper bis zu Aischylos‘ Die Perser, dem frühesten erhaltenen Werk des europäischen Theaters.
Beck betonte, die berühmten Texte dienten als Warnung für die Gegenwart. Er appellierte an das Publikum, den Wert von Kunst und Kultur zu schützen, „dass er nicht irgendwann von wurschtigen Politikern verjuxt wird“. Die Inszenierungen sollen traditionelle Werke kritisch hinterfragen: Hausregisseur Alexander Eisenach kündigte an, dass nicht jedes Wort gesprochen werden müsse und andere ergänzt werden könnten.
Ein Schwerpunkt liegt auf Literatur mit Bezug zu Krieg und Nazi-Deutschland, etwa Max Frischs Biedermann und die Brandstifter, inszeniert von Miloš Lolić. König Lear bringt Hausregisseurin Elsa-Sophie Jach auf die Bühne, die zuvor Romeo und Julia feministisch interpretierte. Die Titelrolle spielt der 84-jährige Manfred Zapatka.
Quelle: www.sueddeutsche.de



