Rubio äußerte sich am Rande eines Nato-Außenministertreffens in Schweden. Er dankte zunächst dem Gastgeberland, schwenkte dann aber rasch auf den eigentlichen Konfliktpunkt ein: Die Allianz müsse sich mit Trumps „Enttäuschung“ über die „Reaktion auf unsere Operationen im Nahen Osten“ auseinandersetzen. Der Gipfel in Ankara werde „einer der wichtigeren Gipfel der Staats- und Regierungschefs in der Geschichte der Nato“ sein, so Rubio wörtlich.
Die Frage, wie das Bündnis auf Trumps Kritik reagieren solle, werde jedoch nicht auf der heutigen Ebene der Außenminister geklärt. „Das muss auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs besprochen werden“, stellte Rubio klar. Damit verschiebt sich die Entscheidung auf den für Juni geplanten Nato-Gipfel in der türkischen Hauptstadt.
Hintergrund der Spannungen ist Trumps wiederholte Forderung nach einer stärkeren militärischen Beteiligung der europäischen Nato-Partner an US-geführten Einsätzen, insbesondere im Nahen Osten. Die USA hatten zuletzt ihre Truppen in Polen aufgestockt, was bei einigen Bündnispartnern auf Verwunderung stieß. Rubio selbst hatte zuvor Trumps „Enttäuschung und Frustration“ über Russland im Zusammenhang mit den Ukraine-Friedensgesprächen bekräftigt.
EuroPulse berichtete am 22. Mai 2026 über Trumps Gesundheitspolitik, die US-Interessen vor globale Solidarität stellt (Link).
Quelle: www.theguardian.com



