Die neue Straßenbrücke über den Tumen entsteht nur wenige hundert Meter neben der bestehenden Eisenbahnbrücke aus dem Jahr 1959. In der Nähe des Dorfes Chassan, das weniger als 500 Einwohner zählt, verbindet sie die beiden Länder. Die Fertigstellung ist früher als geplant vorgesehen.
In Kyiw wächst die Sorge, dass Russland über die Brücke nordkoreanische Truppen und Waffen für den Krieg gegen die Ukraine transportieren könnte. Seit Beginn der Invasion 2022 haben sich Moskau und Pjöngjang angenähert. Im Juni 2024 unterzeichneten die Staatschefs Wladimir Putin und Kim Jong Un ein Abkommen zur militärischen Zusammenarbeit.
Die ukrainische Menschenrechtsorganisation Truth Hounds zweifelt an zivilen Zielen des Projekts. Der Tourismus nach Nordkorea sei stark eingeschränkt, die Reise von Moskau dauere etwa 125 Stunden mit dem Auto. Die Organisation vermutet, dass die Brücke vor allem dem Transport von Truppen und Waffen dient, da Lastwagen per Satellit schwerer zu überwachen sind als Züge.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte kürzlich, Russland könnte bis zu 30.000 weitere nordkoreanische Soldaten in den Krieg schicken. Nordkorea hat bereits zwischen 14.000 und 15.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands entsandt, viele davon in der Kursk.
Quelle: www.dw.com



