Wie der Deutschlandfunk unter Berufung auf diplomatische Kreise berichtet, steht der Repräsentant für Bosnien-Herzegowina, Schmidt, vor seinem Rücktritt. Der deutsche Politiker soll sein Amt in Sarajevo demnach in den kommenden Wochen niederlegen. Ein genauer Termin oder die Gründe für den möglichen Rückzug sind bislang nicht bekannt.
Hintergrund des Amtes
Das Amt des Hohen Repräsentanten wurde 1995 mit dem Dayton-Abkommen geschaffen, das den Bosnienkrieg beendete. Der Repräsentant hat weitreichende Befugnisse, um die zivile Umsetzung des Friedensabkommens zu überwachen. Er kann Gesetze erlassen, Beamte entlassen und Entscheidungen der lokalen Behörden blockieren. Schmidt, Mitglied der CSU, bekleidet das Amt seit August 2021.
Reaktionen und Ausblick
Bislang gibt es keine offizielle Bestätigung aus dem Büro des Hohen Repräsentanten oder der Bundesregierung. Schmidt tatsächlich zurücktreten, müsste ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin von den internationalen Lenkungsgremien für Bosnien-Herzegowina bestimmt werden. Die Entscheidung könnte Auswirkungen auf die politische Stabilität des Landes haben, das immer wieder von ethnischen Spannungen erschüttert wird.



